Yucata - Allgemeine Spielinformationen
Yucata
2-4 Spieler, 15-30 Minuten, ab 5 Jahren
AutorStefan Dorra
GraphikerFranz Vohwinkel
Veröffentlicht vonHans im Glück
Online seit 2015-10-16
Entwickelt von (BloodyMary)
Kay Wilke (Sparhawk)
Boardgamegeek434
Yucata.de hat eine Lizenz für die Onlineversion dieses Spiels. Ein großes Dankeschön geht an die Rechteinhaber (Autor und/oder Verlag und Graphiker), die es möglich machen, dass dieses Spiel kostenlos hier gespielt werden kann.
Achtung: Die Onlineimplementierung verwendet leicht geänderte Regeln!
Yucata - Regeln
Yucata

Im dichten Urwald von Mexico, nahe der Stadt Palenque, steht der Sonnentempel der Maya. Die Felder des Spielplans YUCATA' entsprechen exakt den Gängen dieser bedeutenden archäologischen Fundstätte. Die hellen und die dunklen Steine symbolisieren die guten und die schlechten Einflüsse, die es zu suchen bzw. zu meiden gilt. Wahrscheinlich wurde YUCATA' ausschließlich von Priestern zu bestimmten Ritualen gespielt. Da aber Mayapriester heutzutage recht rar sind, können sich auch andere Sterbliche an das Spiel wagen, ohne den Zorn der Götter befürchten zu müssen.

Spielbeginn

Jeder Spieler erhält ein Amulett und 7 Karten der entsprechenden Farbe. Das Amulett wird auf das erste Feld des Spielplans gesetzt.

Spielablauf

Ein Startspieler wird ausgelost. Abwechselnd legen die Spieler stets zuerst eine Karte offen aus und setzen dann ein Amulett entsprechend viele Felder vorwärts, ehe der Nächste eine Karte auslegt, sein Amulett versetzt, usw. Dies geht solange weiter, bis ein Amulett das letzte Feld erreicht oder überschreitet. Es dürfen sich beide Amulette auf dem selben Feld befinden.

Die Karten
  • Mit einer 1, 2, 3, 4 oder 5er Karte wird das eigene Amulett um 1, 2, 3, 4 oder 5 Felder vorwärts gezogen.
  • Mit der Speer-Karte setzt man sein Amulett auf das Feld vor das führende Amulett. Spielt der Führende diese Karte, zieht er sein Amulett um ein Feld weiter.
  • Mit der ?-Karte zieht man genauso wie der vorhergehende Spieler. Das heisst, man 'kopiert' die zuletzt gespielte Karte.
  • Die ?-Karte darf nicht als erste Karte ausgespielt werden.
  • Kein Spieler darf die gleiche Karte ausspielen, die sein Vorgänger gelegt hat. Eine Ausnahme gibt es nur bei der letzten Karte, wenn man keine andere Wahl hat.
  • Jeder Spieler läßt seine ausgespielte Karte offen vor sich liegen und legt seine neu gespielte Karte obenauf. So können alle nur die zuletzt gespielte Karte der Mitspieler erkennen. Sind nach 7 Runden alle Karten gespielt, werden sie wieder auf die Hand genommen.
Die Steine

Erreicht oder überschreitet ein Spieler mit seinem Amulett ein Feld, auf dem ein Stein liegt, muß er diesen an sich nehmen. Zieht der Führende beispielsweise drei Felder weit, nimmt er drei Steine auf. Hinter dem führenden Amulett kann sich also in keinem Fall mehr ein Stein auf dem Brett befinden.

Spielende

Die Spielzüge enden, sobald alle 35 Steine abgeräumt sind. Danach wird abgerechnet. Zuerst gibt der Spieler, der den roten Stein besitzt, diesen mitsamt einem blauen zurück. Besitzt er keinen blauen Stein, hat der rote keine Bedeutung. Dann muß jeder Spieler für jeden gesammelten blauen Stein einen oder mehrere helle Steine zurückgeben. Dabei gilt folgende Regel:

1 blauer Stein - 1 hellen Stein abgeben
2 blaue Steine - 3 helle Steine (1+2) abgeben
3 blaue Steine - 6 helle Steine (1+2+3) abgeben
4 blaue Steine - 10 helle Steine (1+2+3+4) abgeben
usw.

Wer danach die meisten hellen Steine besitzt, darf sich als Sieger und als Günstling der Götter bezeichnen.

Andere Aufstellungen

Die Mischung der Steine auf dem Spielbrett stellt eine der taktischen Herausforderungen von YUCATA' dar. Die Verteilung, wie sie in der Spielvorbereitung beschrieben wird, ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Eine Auswahl zeremonieller Maya-Aufstellungen bietet der nächste Abschnitt.

Zeremonielle Aufstellungen der Maya

Kintaya (böse Falle) Der Beherrscher dieser Zeremonie (der Sieger dieses Spiels) galt als geschickter Führer, der bösen Fallen (Intrigen) geschickt ausweichen konnte. Er erhielt besondere Machtbefugnisse.

Monzola (süße Feige) Die Feige galt bei den Maya als Symbol der Versuchung. Wer ihr erlag, mußte mit unangenehmen Folgen rechnen. Der Sieger dieses Spiels konnte der Versuchung widerstehen und wurde in den Kreis der Hohepriester aufgenommen.

Ayuno (großer Bocksprung) oder Mayaya (Zwilling) Zeremonie zur Aufnahme in die Priesterschaft. Um Macht und Ansehen eines Priesters zu erlangen, mußte der Kandidat sowohl die Ayunito- als auch die Ayuno-Prüfung mit Auszeichnung bestehen. Wer hierbei durchfiel, durfte die Prüfungen jedoch beliebig oft wiederholen.

Ayunito (kleiner Bocksprung) Die Spiele "Ayunito" und "Ayuno" galten als die beiden wichtigsten Prüfungen, die ein Anwärter bestehen mußte, um in den Kreis der Priesterschaft aufgenommen zu werden.

Tumo Zumo (große Vorsicht) Dieses Spiel gewinnt nur derjenige, der sein Spiel von vornherein umsichtig, aber nicht zu defensiv, anlegt. Diese Spielzeremonie diente dazu, unter geeigneten Kandidaten den besten Feldherrn zu ermitteln.

Zattopusta (rauher Wind) Der Sturm schwillt an, der Sturm läßt nach. Der Beherrscher dieses Spiels wurde als würdig erachtet, den Vorsitz im Ältestenrat zu übernehmen.

Acuma y Taya (Wasser und Licht) Die Anordnung der dunklen Steine ähnelt dem "Taya", dem Regenbogensymbol. Der Sieger dieses Spiels galt als Günstling von "Tayatoz" (Regengott der Mayas) und war als angesehener Hohepriester für Wetterzeremonien zuständig.

Ozzi Krakra (7 schwarze Raben) Die Raben symbolisieren die Entbehrung und können beispielsweise auf 7 Dürrejahre hinweisen. Der Beherrscher dieses Spiels wurde als würdig erachtet, die jährlich stattfindende große Fruchtbarkeits-Zeremonie durchzuführen.

Yazurika Das ist eine zufällige Brettaufstellung.

 
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